2. Woche 2003: Sedrina Schaller

Am Freitag, 3. Oktober war es endlich soweit. Das Volleyballlager 2003 konnte für die meisten Teilnehmerinnen um 17.00 auf dem Carparkplatz in Zürich starten. In Würenlos sollten zwei weitere Volleyballerinnen abgeholt werden. Diese hatten sich aber, wie sich nach kurzer Warte zeit herausstellte, für eine andere Lagerwoche umgemeldet! In Bern stiegen dann noch die letzten beiden Spielerinnen unserer Gruppe zu und dann ging's gar nicht mehr lange und wir haben die Schweiz Richtung Spanien verlassen. Nach zwei Stopps in Frankreich und noch einem nach der spanischen Grenze (ab da kamen dann alle noch zum langersehnten Schlaf) wurden wir gegen halb sieben vom Carchauffeur geweckt, d.h. wir hatten unser Ziel Santa Susanne erreicht, wo uns vor dem Hotel Montagut Gadi auch schon winkend erwartete. Müde schleppten wir uns aus dem Car, deponierten unser Gepäck in einem dafür vorgesehenen Raum und durften anschliessend am Frühstücksbüffet kräftig zuschlagen. Bis zum Zimmerbezug um ca. 13.00 h wurden wir von den Leitern über die wichtigsten "Lagerregeln" instruiert, konnten ein wenig den Ort erkunden oder ganz einfach den verpassten Schlaf nachholen!

Nach einem gemeinsamen Spaziergang am Nachmittag, gab's zum Abendessen wieder ein riesiges Buffet und nachher Lagebesprechung im Miniclub; diese sollte dann jeden Abend um 20.00 h in diesem uns zur Verfügung gestellten Raum stattfinden. Anschliessend durften wir uns dann jeweils in's Nachtleben von Santa Susanna stürzen!

Leider war die Halle am Sonntag besetzt, sodass wir uns nach dem Frühstück auf einen gemeinsamen Spaziergang nach Pineda machten, um dann nach dem Mittagessen am Strand die Volleyballnetze aufzustellen und trotz ziemlich starkem Wind auch zu spielen. Ausgang gab's dann nach dem Abendessen und dem obligaten "Miniclub" bis 22.00 h.

Nachdem wir am ersten Morgen noch von Gadi telefonisch geweckt wurden, hat sich für den Rest der Woche Sandra freiwillig für diesen "Job" gemeldet. Also machten wir uns am Montagmorgen erstmals auf den Weg in die 3-fach Halle zum Training. Die einen mit Kickboard oder Slalomboard, andere mit Inlineskates, der Rest zu Fuss. Leider hatte der Abwart vergessen, die Halle aufzu schliessen, sodass wir eine ganze Weile auf ihn warten mussten, dafür hat er uns am Abend eine halbe Stunde früher aus der Halle vertrieben, da diese ab 17.00 h für's Kinderkorbball reserviert war! (Organisation Spanien!) Für's Training wurde jede Spielerin genau unter die Lupe genommen und dann wurden wir in 3 Stärkeklassen eingeteilt. Anschliessend wurde den ganzen Tag mit Gadi, Pius und Nicole hart trainiert - trotzdem gab's aber noch bis 22.30 h Ausgang!

Bis und mit Donnerstag ging's dann in diesem Rhythmus weiter - schlafen - essen - trainieren - Ausgang (das Waikiki wurde für die meisten zur Stammbeiz!). Donnerstagnachmittag erhielten wir dann das Lager T-Shirt und da wurden natürlich gleich mit allen Kameras Gruppenfotos geblitzt! Am Nachmittag spielten wir ein Turnier mit sechs Mannschaften und nicht nur die Sieger, sondern alle wurden anschliessend mit einem "Chupachup" und Ausgang bis 23.00 h belohnt!

Freitag stand dann der Ausflug nach Barçelona, welcher eigentlich ursprünglich für Sonntag ge plant war, auf dem Programm. Die Kathedrale "Sagrada Familia", 1883 von Antonio Gaudio in Auftrag genommen, aber nie fertiggestellt, ist natürlich ein Muss. Anschliessend machten wir einen Besuch im Fussballstadion des FC Barçelona, wo gerade die 1. Mannschaft des FCB (nicht Basel) trainierte. Noch beeindruckender war jeder das Stadion "Camp Nou", es ist immerhin das zweit grösste der Welt und mit einer Kapazität von 120'000 Sitzplätzen das grösste in Europa. Nach einer Fahrt durch's olympische Dorf - alles ist so riesig - ging's zuletzt noch ins Meeres-Aquarium, auch dieses eines der grössten in Europa. Beeindruckt und mit leeren Portemonnaies fuhren wir am Abend wieder zurück nach Santa Susanna, wo wir nach dem Abendessen - es war ja unser letzter Abend - bis um Mitternacht ausgehen durften!

Am Samstag durften wir dann bis halb neun Uhr schlafen und als wir am Frühstücksbuffet ankamen wurden wir von der 3. Gruppe, welche die Nacht - wie wir eine Woche zuvor - im Car verbracht hatte, herzlich begrüsst. Wir mussten dann anschliessend unsere Zimmer bis 10 Uhr räumen, damit die andern möglichst bald einziehen konnten. Bis zur Abfahrt am Abend genossen wir Santa Susanna ein letztes mal (dieses Jahr) in vollen Zügen. Die einen vergnügten sich nochmals am Strand, andere erledigten ihre letzten Einkäufe. Um viertel vor acht gings's dann los auf den Heimweg. Es wurde nicht halb so viel geplaudert wie bei der Hinreise und ich bin sehr bald eingeschlafen. Zurück in der Schweiz erwartete uns eine trostlose, neblige Landschaft und in Bern haben wir auch schon von den ersten Kameradinnen Abschied genommen. An der letzten Ausladestation haben sich unsere Wege gezwungenermassen getrennt. Ich finde, es war ein sehr gelungenes Trainingslager, das sicherlich allen Teilnehmerinnen Spass gemacht hat. Ich hoffe, ihr seid alle gut nach Hause gekommen und man sieht sich bestimmt im nächsten Herbst - in der 2. Lagerwoche - wieder!

Sedrina Schaller, 30.10.2003