3. Woche 2003: Helen Metzler
Am Freitagabend, 10. Okt. 2003, trafen sich beim Carparkplatz Zürich-Sihlquai
20 erwartungsfrohe Volleyballerinnen und unser Leiter Hugo. Die Stimmung war fröhlich, obwohl einige direkt von der Arbeit kamen. Bald darauf fuhren wir los Richtung Westen. Am Bahnhof Aarburg sollten noch zwei weitere Teilnehmerinnen zusteigen, doch waren diese dort nicht aufzufinden . . . Nach einigen Telefonaten war dann klar, dass es ein Missverständnis gab und sie auf dem Weg nach Bern waren. So traten wir die lange Reise nach Spanien mit einem (kleinen) Umweg an.
Am Samstagmorgen, nach gut 16-stündiger Fahrt trafen wir dann endlich in Santa Susanna ein. Zu unserer Freude schien die Sonne und es war angenehm warm. Vor dem Hotel wurden wir von den bereits anwesenden Leitern Gadi und Gaby empfangen. Als Stärkung und Aufmunterung nach der langen Fahrt konnten wir uns am Frühstücksbuffet satt essen. Ein paar Glückliche konnten anschliessend gleich ihre Zimmer beziehen, die andern mussten noch warten, bis diese frei wurden. Am Nachmittag trafen sich dann fast alle am Strand zum sünnele, beachen und baden.
Am Sonntagvormittag lernten wir bei einem gemütlichen Spaziergang ins Nachbardorf die Umgebung kennen und auf dem Rückweg war durch barfuss gehen dem Strand entlang eine Fussreflexzonenmassage geplant. Doch unsere schuhverwöhnten Füsse liessen uns, sehr zum Ärger der Lagerleitung, einen alternativen Rückweg suchen . . .
Am Sonntagnachmittag war wieder Strandleben, inkl. einem Beachturnier angesagt. Der im Programm vorgesehene Ausflug nach Barçelona musste auf Freitag verschoben werden, da unsere Halle kurzfristig anderweitig benötigt wurde. Abends waren dann aber doch alle ziemlich ausgeruht und neugierig genug, das Nachtleben zu erkunden. Während die noch nicht volljährigen Girls eine "Sperrstunde" beachten mussten, durften die älteren Lagerteilnehmerinnen das Nachtleben in vollen Zügen geniessen. Dies sollte jedoch ein paar wenigen am andern morgen im ersten Training zum Verhängnis werden . . .
Am Montagmorgen galt es dann endlich ernst: in zwei Gruppen wurde hart aber auch spielerisch trainiert. Während am Vormittag alle motiviert ihr bestes gaben, machten sich bereits am Nachmittag erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar. So war es auch nicht verwunderlich, dass am Abend die meisten frühzeitig zu Bett gingen. Am Dienstagvormittag kämpften wohl schliesslich alle mit Muskelkater, da kam uns der trainingsfreie Nachmittag sehr gelegen, und statt sich noch einmal im beachen zu messen, wurde zum letzten mal die Sonne und das Meer genossen. Ab Mittwoch zog nämlich ein heftiger Sturm mit Regen in rauhen Mengen auf. Dies störte uns weiter nicht allzusehr, so viel uns das trainieren in der Halle wieder leichter. Wir verbrachten zwei weitere sportlich intensive aber auch sehr Spass machende Tage. Zum Abschluss konnten wir unsere verbesserten volleyballerischen Fähigkeiten bei einem Turnier unter Beweis stellen. Und schon kam anschliessend auch gleich ein wenig Wehmut auf, dass die Trainingstage bereits vorbei waren.
Bei unserem Besuch in Barçelona am Freitag hatte auch Petrus etwas Nachsicht und liess es nur gerade dann regnen, wenn wir im Car unterwegs waren. So konnten wir die Sagrada Familia, das Olympische Stadion und Dorf, den Monjuic, usw. gemütlich und trockenen Fusses besichtigen. Abends zogen wir ein letztes mal los, das Nachtleben von Santa Susanna mit unserer Anwesenheit zu beleben . . .
Am Samstag mussten die Zimmer nach dem Frühstück geräumt werden. Anschliessend hatten wir die Möglichkeit, ein letzten mal zu shoppen, zu spielen oder ganz einfach TV zu schauen. Das Wetter war leider immer noch zu schlecht, um nochmals den Strand zu geniessen.
Irgendwann war es dann doch so weit, wir mussten Abschied nehmen von Santa Susanna. Nach einer eher unruhigen Nacht im Car kamen wir am Sonntagmorgen gegen 10.00 h wieder in Zürich an. Und am Ende einer gut organisierten, interessanten, abwechslungsreichen und lustigen Woche freuten sich wahrscheinlich doch alle irgendwie, wieder zu Hause zu sein.
Helen Metzler
|